
- Stolz präsentiert Isabelle Laue ihren ersten Roman - Ruth Weitz
Bereits im Alter von elf Jahren begann Isabelle Laue damit, Texte zu schreiben und zu einem Buch zusammen zu fassen. Die15-jährige Elsenfelderin hat Ende 2009 ihre erste Geschichte veröffentlicht. Es handelt sich um eine Kombination von Fiktion und Märchen mit dem Titel „Das Land ohne Gegenwart“, wo auf 350 Seiten die Erlebnisse eines Mädchens in einer anderen Welt geschildert werden. Es liest sich wie die Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke mit einer mutigen Protagonistin und fantasievoll geschilderten Fabelwesen.
Isabelle Maria Laue wurde am 15. Juli 1995 geboren und lebt seit ihrer Geburt mit ihren Eltern Andreas und Petra sowie ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Sabrina in Elsenfeld. Nach dem Besuch der Mozart-Grundschule wechselte sie auf das Julius-Echter-Gymnasium in Elsenfeld.. Ihr absolutes Lieblingsfach ist Kunst. Ihre Hobbys sind Lesen, Schreiben, Malen und Zeichnen sowie gemeinsame Unternehmungen mit Freunden.
Paperback mit zahlreichen Illustrationen
Ihr Buch „Das Land ohne Gegenwart“ trägt den Untertitel „Chroniken der ewigen Völker I“ und handelt von der 17-jährigen Rebecca, die durch einen geheimnisvollen Park in ein magisches Reich gelangt, das keinen Namen hat. Schon bald erkennt Rebecca die boshafte Seite der Welt und muss eine ungewollte Macht beherrschen. Die Geschwister Sabrina und Andreas, die sie begleiten, helfen ihr und erfahren ein dunkles Geheimnis ihrer Cousine, deren Heer sich dem Bösen scheinbar zur Seite stellt. Das Buch hat 270 Seiten, zahlreiche Illustrationen und ist als Paperback gebunden.
„Isabelle hat sich das alles ganz alleine ausgedacht und geschrieben“, erzählt ihr Vater Andreas. „Meine Mutter und meine Schwester Sabrina haben mir allerdings Tipps gegeben, wie man einige Sätze vielleicht besser formulieren kann. Sie haben Rechtschreibfehler verbessert und fehlende Kommata ergänzt“, räumt Isabelle ein. Bevor sie ihren Eltern die Geschichte zeigte, hatte sie ihre zwei Jahre jüngere Schwester Sabrina eingeweiht, zu der sie ein „Bombenverhältnis“ hat, wie ihre Eltern Andreas und Petra sagen. So ist es einleuchtend, dass Isabelle das Buch ihrer Schwester gewidmet hat.
Die Entstehungsgeschichte von „Das Land ohne Gegenwart“ begann vor zwei Jahren. Das, was Isabelle damals geschrieben hat, wurde schon zwischen zwei Buchdeckeln dokumentiert, alles in Handarbeit. Die im Computer erfassten Seiten wurden ausgedruckt, zusammengeklebt ,in Kartonagen eingefügt und zum Schluss mit Bucheinbindpapier verschönert. Autobiographische Züge hat die Geschichte aber nicht, wie Isabelle betont. Sie gibt aber zu: „Wenn mich etwas sehr beschäftigt, dann schreibe ich mir das von der Seele“.
Die Geschichte verfeinert und den Inhalt in Kapiteln strukturiert
Im Lauf der Jahre hatte Isabelle die Geschichte verfeinert, den Inhalt in Kapiteln strukturiert und illustriert. Das fand die Familie so gelungen, dass die Idee geboren wurde, einen Verlag zu finden, um das Werk zu veröffentlichen. „Wir hatten Glück, wenn wir überhaupt eine Antwort bekamen“, beklagt Andreas Laue die Reaktion von Verlagen, bei denen das Manuskript eingereicht worden war.
Text formatiert und Layout selbst erstellt
Durch eine Internetrecherche entdeckte Isabelle zufällig den Epubli-Verlag in Berlin, der sich ausschließlich auf die Produktion von Büchern konzentriert. Text und Layout müssen fix und fertig angeliefert werden. Auch der Buchumschlag muss druckfertig gestaltet sein. Der besondere Reiz liegt darin, minimale Auflagen zu erhalten. „Wenn man will, bekommt man das Buch auch einzeln“, erzählt Andreas Laue, der seine Tochter dabei unterstützte, die digitale Vorlage zu konzipieren. Umschlag und Text wurden per Internet verschickt und nach kurzer Zeit landete das sehr professionell anmutende Druckwerk im Briefkasten.
Der zweite Band ist bereits fertig geschrieben und muss nur noch ein wenig überarbeitet werden. Für Isabelle ist das keine besondere Angelegenheit. Sie hält sich bescheiden im Hintergrund und möchte eigentlich gar nicht viel Wind um ihre schriftstellerische Tätigkeit machen, obwohl sie allen Grund hat, stolz darauf zu sein. Nicht nur der Text stammt aus ihrer Feder, sondern auch alle Illustrationen. Für die Gestaltung des Umschlags hat sie Stoff genommen, ihn bestickt und anschließend ein Foto eingefügt.
Ein Buch zu schreiben erfordert Disziplin
Isabell Laue strebt auf jeden Fall das Abitur an. Welchen Weg sie später einmal beruflich einschlagen will, weiß sie noch nicht. Sie ist überzeugt, dass sich das im Laufe der Zeit noch entwickeln wird, denn ihre Interessen sind vielfältig. Sie schreibt nicht nur Texte, sondern malt und zeichnet auch sehr gerne. Im Haus der Laues sind einige ihrer Kunstwerke zu bestaunen. Wie andere Mädchen in ihrem Alter ist sie gerne mit Freunden zusammen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Doch das stellt sie zu Gunsten ihrer schriftstellerischen Tätigkeit oft mal hinten an. Ein Buch zu schreiben erfordert Disziplin. Die hat Isabelle neben Talent und Fantasie ohne Zweifel.
